Die Begegnungen von Pferden und Menschen sind sehr oft außergewöhnlich, schicksalhaft und folgen der mythischen Struktur einer Heldenreise. All meine Pferde sind auf ungewöhnliche Art und Weise bei mir gelandet, sehr oft mit einem klaren Auftrag, mir etwas Bestimmtes zu zeigen oder es mich erkennen zu lassen. Oder auch, um über den Umweg zu mir ihren Auftrag für einen anderen Menschen zu erfüllen. Mehr über meine Pferde und ihre Lebensaufgaben erfährst Du in meinem Buch „Der wahre Reitlehrer ist das Pferd“ (Verlag Spiritbooks, hier ist der Bestell-Link: https://www.publish-books.de/Spiritbooks/books/ID54517/Der-wahre-Reitlehrer-ist-das-Pferd ).

DSC00726-2 Gambri, geb. 1992
Ein tragisches Familienschicksal der Vorbesitzer hat mich 2005 in den Besitz dieses Pferdes gebracht: Geduldig, ruhig und (fast) unerschütterlich hat er jahrelang Reitanfänger angelernt und ihnen Vertrauen vermittelt. Mit zunehmendem Alter verändern sich nun seine Aufgaben.
Sein Motto: „Ich trage Dich“

Falki von Kronleiten, geb. 1994
Falki ist ein Pferd mit großem seelischem Tiefgang, er zeigt den Menschen, die ihm begegnen, daß die Verletzlichkeit das größte Potential zur Heilung birgt.
Sein Motto: „Ich bin – der verletzte Heiler“

IMG_0596-1Dagfari von St. Oswald, geb. 1996
Dagfari kam mit einem Schutzvertrag zu mir, er ist ein wahrer Professor, ein Lehrer mit Leib und Seele. Jahrelang hat er sein Wissen geduldig an Reitschüler weitergegeben und zuversichtlich deren Einsatz und Konzentration erwartet.
Zuversicht bestimmt seinen Umgang mit den Widrigkeiten des Lebens,
die Bedeutung seines Namens beschreibt sein Lebensmotto:
„Ich bin der, der am Tage reist“

Messa van de Veluwezoom, geb. 2000
Messa ist den Menschen gegenüber ausgesprochen höflich und möchte genauso höflich behandelt werden. Ihr Lebensthema ist Freiheit und der Umgang mit Grenzen.
Sie ist (m)ein Medizinpferd.
Ihr Motto: „Atme … “

IN MEMORIAM

„Ihre Kraft liegt in der Ruhe, ihre Würde im Sein“
Nachruf Una frá Sydra-Skördugili: meine Erste, 1981 – 2017

IMG_una-birkengreith-1

36 Jahre sind für ein Pferd eine sehr lange Lebensspanne, davon haben Una (rechts im Bild) und ich 23 Jahre tagtäglich gemeinsam verbracht. Sie war meine Erste, ein Kauf entgegen aller Vernunft aus dem Bauch heraus – eine Entscheidung an einem Wendepunkt meines Lebens, die ich nie bereut habe! Sie war nie spektakulär, glänzte nicht mit Leistungen, drängte sich nicht in den Vordergrund. Doch das Vertrauen, daß wir uns gegenseitig schenkten, machte sie so einzigartig!

Sie war mir eine weise Führerin, eine, die mit den Geheimnissen des Lebens im Einklang war: sie trug mich verlässlich auf unseren Ausritten, sie schenkte mir 7 Fohlen und zog sie mütterlich auf und schließlich trug sie die Beschwerden des Alters mit Würde. Als sie bereit war, ihre letzte Reise anzutreten, ließ sie es mich in einem Traum wissen. Am 4.4.2017 war es soweit.


Ich würdige den Einsatz und das Engagement von Prinsessa und Alrun, zwei wunderbaren Pferden – sie haben mich viele Jahre auf einzigartige Art und Weise begleitet, bevor sie im Sommer 2015 kurz nacheinander durch tragische Unfälle ums Leben kamen:

IMG_0377-1

Prinsessa von Faltensteffl, 1992 – 2015

Sie war mein zweites Pferd und hat mich 18 Jahre lang begleitet. Sie war die Leitstute meiner Herde, hat mir 6 Fohlen geschenkt und mir vorgelebt, wie man den schwierigen Weg zur Königin meistern kann.

IMG_0937-4

Alrún von Móna-Arnanesi, 2004 – 2015

Alrún war das letzte Fohlen meiner ersten Stute Una. Ursprünglich war sie zum Verkauf vorgesehen, doch sie hat dafür gesorgt, daß sie bei mir bleiben konnte – ihre Lebensaufgabe hat sie sehr ernst genommen und unnachgiebig ihre Position vertreten: sie war meine Bewußtmacherin.

DSC07143-1

Sara von Faltensteffl, 1993 – 2020

Sara war 27 Jahre alt und schon länger bereit, zu gehen. Ihr Körper war müde und sie ‚sagte‘ mir: „ich habe Dir alles gegeben, was ich zu geben hatte.“ Mein Umzug hierher nach Steinau war der Anlass für sie, sich zu verabschieden. Sie kam mit einer Schlundverstopfung an und zog sich in weiterer Folge eine Lungenentzündung mit über 41°C Fieber zu. Es stand die Frage im Raum, sie tierärztlich weiter zu behandeln oder sie gehen zu lassen. Ich fragte sie
„Möchtest Du bleiben oder gehen?“ Kaum ausgesprochen ging sie die paar Schritte zum Tor, leckte und kaute lange. Ich wollte sicher gehen:
„Möchtest Du diese Welt verlassen?“ Da ging sie zum Heu und leerte ihre Blase.
Als sie im Beisein meiner Pferde, von meinen Freundinnen Katina und Jani ihren Körper verließ, war mein, war unser Schmerz über den Abschied von diesem wunderbaren Pferd und unserer gemeinsamen Zeit von 17 Jahren riesig – doch gleichzeitig sah ich, WIE GROSS IHRE SEELE ist, wie sie sich in die Unendlichkeit des Universums ausgebreitet und sich ihre LIEBE wie eine warme Decke über uns gebreitet hat. Im größten Schmerz kam dieses GESCHENK zu uns, zu mir.
Diese LIEBE bleibt, ist unvergänglich, bereichert mich, bereichert uns alle. In dieser Liebe sind wir stets aufgehoben.